Montag, 3. Februar 2014

Deutschland - Gauck in München

Gauck in München, auf ein Neues


Von Willy Wimmer


Er kann es nicht lassen, unser Herr Bundespräsident. Schon am 3. Oktober 2013 hat er sicherheitspolitisch zugelangt. In München wurde er zum Wiederholungsredner. Man kann ihm zu Gute halten, dass er sich als Bundespräsident einem Forum stellte, das bei keinem Krieg der letzten Jahrzehnte durch vornehme Zurückhaltung aufgefallen ist. In München mag man jedem die kalte Schulter zeigen. Nicht jedoch denen, die draufhauen wollen. Und jetzt also unser Herr Bundespräsident. Immerhin gehörte er in der Vergangenheit einem Berufsstand an, bei dem eines leicht vergessen wird. Es handelt sich oft um respektierliche Persönlichkeiten, die uns anschließend wortreich erklären, warum wieder etwas schiefgelaufen ist.


Willy Wimmer
„Wir Deutschen sind auf dem Weg zu einer Form der Verantwortung, die wir noch nicht eingeübt haben“, lässt sich der Herr Bundespräsident in München vernehmen. Aber hallo, da kann es sich doch nur um etwas handeln, dem aus gutem Grund unser Grundgesetz einen Riegel vorgeschoben hat. Deutschland soll dem Frieden in der Welt dienen. So steht es dort geschrieben. Bis eine Bundesregierung damit anfing, die Charta der Vereinten Nationen beim völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien und später beim ordinären Angriffskrieg gegen den Irak durch deutsche Unterstützungsleistungen über den Haufen zu fahren, konnten wir ganz gut damit leben. Es lag weder an den Bundesregierungen bis 1998 noch am deutschen Volk, dass wir seither nicht mehr von einer westlichen Wertegemeinschaft sprechen. weil Guantanamo überall ist. Wer sich seit dem Luftkrieg gegen Belgrad zum Völkerrecht bekennt, wird bestenfalls schief angesehen.


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