Donnerstag, 30. Januar 2014

Komitee der 300 - Der Knechtschaftsvertrag

Der Knechtschaftsvertrag


Philip Agee
Ein weiterer wichtiger Intrigant war Philip Agee, ein so genannter "CIA-Aussteiger". Selbst kein Mitglied des Komitees, war er doch dessen Falloffizier für Mexiko, instruiert vom RIIA (Royal Institute for International Affairs) und vom CFR (Council on Foreign Relations). Sie können sicher sein, dass in den Vereinigten Staaten nichts ohne den Sanktus des RIIA geschieht. Es ist eine fortwährende und dauerhafte Übereinkunft, die 1938 erstmals auch offen von Churchill und Roosevelt eingegangen wurde (es gab schon davor viele derartige Geheimabkommen), als sie festlegten dass die US-Geheimdienste verpflichtet sind, nachrichtendienstliche Daten mit den britischen Diensten zu teilen.


 
Als praktisches Beispiel dafür wie dieses Abkommen funktioniert, müssen wir nur auf jene Periode während des Koreakrieges schauen, als General MacArthur die Brücken über den Yalu-Fluß (Grenzfluß zwischen China und Nordkorea) und die Aufmarschgebiete der chinesesischen Streitkräfte bombadieren wollte, welche sich auf die Überquerung des Flußes vorbereiteten. MacArthur schickte eine Botschaft an Harry Truman, in der er seine Absichten darlegte. Das Telegramm rief im sozialistisch dominierten US-Aussenministerium Bestürzung hervor und der Präsident wurde zu einem Treffen ins Blair-Haus gerufen, wo er seine Instruktionen vom RIIA erhielt.

Bei diesem Treffen forderte der Aussenminister und glühende Sozialist, Dean Rusk, von Truman, dass er dem Plan MacArthurs auf keinen Fall seine Zustimmung geben dürfte. Rusk erklärte dezidiert, dass die Vereinigten Staaten seine Verpflichtung gegenüber der britischen Regierung hätten, keine Maßnahmen zu ergreifen, die Angriffe auf die mandschurische Seite des Yalu-Flußes beinhalten könnten, ohne vorher die Zustimmung der Briten eingeholt zu haben. Die britische Regierung stimmte aber dem MacArthur Plan nie zu, der nicht nur den Koreakrieg beendet, sondern auch der Entwicklung Chinas zur zukünftigen militärischen Weltmacht ein Ende gesetzt hätte. Die Briten schützten den Drogenhandel mit China, ganz im Einklang mit der Politik des Komitee der 300. Diese britischen Interessen bilden die Grundlage der so genannten "besonderen Beziehungen", die zwischen den beiden Ländern existieren und und deren sich Churchill und Halifax so brüsteten. Die "besonderen Beziehungen" kosteten Millionen Amerikaner im 2. Weltkrieg, Korea und Vietnam das Leben. Die "besonderen Beziehungen" auf Grund britischer Interessen waren verantwortlich für die Auslösung des Golfkrieges gegen den Irak. Genauer gesagt wurde dieser Krieg von amerikanischen Truppen geführt, um die Interessen von Britsh Petroleum (BP) zu schützen, eine der wichtigsten Firmen des Komitee der 300, an der Mitglieder der Familie von Queen Elizabeth wesentliche Anteile besitzen. Seit 1938 hat keine Geheimdienstaktion ausserhalb der gemeinsamen Kommandostrukturen stattgefunden.

Philip Agee trat in die CIA ein, nachdem er seinen Abschluss in Notre Dame (katholische Universität in Boston) gemacht hatte, wo er in den dortigen jesuitischen Freimaurerorden eingeführt worden war. Agee fiel mir zum ersten mal 1968 als jener Geheimdienstoffizier auf, der hinter den Unruhen an der Universität Mexiko stand. Eines der wesentlichen Merkmale der mexikanischen Studentenunruhen war, dass sie zur gleichen Zeit wie die Studentenunruhen in New York, Bonn, Prag und Westberlin ereigneten. Mit seinen Erfahrungen in der Koordination und seinem speziellen Geheimdienstnetzwerk, zu dem auch INTERPOL gehört, ist es für das Komitee nicht so schwierig wie es anfangs vielleicht erscheinen könnte, zeitlich abgestimmte, weltweite Aktionen in Bewegung zu setzen, ob das nun Studentenunruhen oder die Entmachtung von Führern angeblich selbständiger Nationen sind.. Das gehört alles zum Tagesgeschäft der "Olympier".

Von Mexiko zog Agee weiter, um sich Terroristengruppen in Puerto Rico anzuschließen. Während dieser Zeit wurde er zu einem engen Vertrauten des kubanischen Diktators Fidel Castro. Man darf sich nicht einbilden, dass Agee all diese Operationen als Agent aus Leidenschaft ausgeführt hat. Im Gegenteil, während all dieser Aufträge arbeitete er für die CIA. Die Schwierigkeiten traten auf, als Castros DGI (kubanischer Geheimdienst) ihn umdrehen konnte. Agee arbeitete wieder in seiner Funktion als Mitglied der CIA, bis sein Doppelspiel aufgedeckt wurde. Das betraf auch den größten sowjetischen Horchposten im Westen in Lourdes, Kuba. Besetzt mit 3000 sowjetischen Spezialisten für Signalüberwachung und Dechiffrierung ist Lourdes in der Lage, Tausende elektronische Signale gleichzeitig zu überwachen. Viele private Telefongespräche zwischen Kongressmitgliedern und ihren Geliebten wurden in Lourdes aufgefangen und später mit durchschlagender Wirkung benutzt.

National Security Agency (NSA)
Obwohl uns heute, 1994, gesagt wird, der Kommunismus sei tot, haben die Vereinigten Staaten nichts unternommen, um diese riesige Spionageoperation direkt vor unserer Haustür zu beenden. Zufällig hat Lourdes die Kapazität, auch das schwächste "Sturm"-Signal aufzufangen, wie es etwa von einem Faxgerät oder einer elektrischen Schreibmaschine abgegeben wird. Nach der Entschlüsselung ist der Inhalt bekannt, Lourdes bleibt ein Dolch im Herzen der Vereinigten Staaten. Es gibt absolut keinen Grund für seine weitere Existenz.
Wenn die Vereinigten Staaten und Russland wirklich Frieden geschlossen haben, wo ist dann der Bedarf für eine derart massive Spionageoperation? Die Wahrheit sieht anders aus: Der KGB hat, anstatt Personal abzubauen, während der frühen 90er Jahre neue Rekruten aufgenommen.

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