Freitag, 24. Januar 2014

Die Rothschilds - Der Aufstieg der Familie Rothschild

Der Aufstieg der Rothschilds und die Schlacht von Waterloo

Judengasse in Frankfurt am Main, Deutschland
Mayer Amschel Rothschild, geboren 1744, wuchs in der Frankfurter Judengasse als Sohn eines jüdischen Geldwechslers und Kleinwarenhändlers auf. Die Judengasse war eine schmale, dicht bewohnte Straße, die durch drei Tore und eine hohe Mauer vom Rest der Stadt abgetrennt worden war. hier lebte, völlig isoliert, mit rund 3000 Menschen, die größte jüdische Gemeinschaft in Deutschland. Trotz der beengten, unhygienischen Lebensumstände in diesem sogenannten Ghetto, schien es nicht so, als hätten die Bewohner der Judengasse in bitterer Armut gelebt. Der Biograf Amos Elon macht in seinem Buch "Der Erste Rothschild" eine erstaunliche Feststellung: "1784, im Alter von vierzig Jahren, war Rothschild ein wohlhabender Mann. Sein Vermögen wurde auf hundertfünzigtausend Gulden geschätzt. Er muss über beträchtliche Ersparnisse verfügt haben, denn als im Dezember 1784 endlich ein größeres Haus in der Judengasse zum Verkauf stand, kaufte er es für elftausend Gulden. Für diesen Preis hätte man einen kleinen Palast oder zumindest ein luxuriöses Anwesen in der Christenstadt erwerben können." Als im Jahr 1811 die Schranken des Ghettos fielen, blieb Mayer Amschel weiterhin dort.

Der durchschnittliche deutsche Jude war um das Jahr 1780 gesellschaftlich schlechter gestellt als der durchschnittliche deutsche Christ. Doch das hatte zu dieser Zeit relativ wenig zu bedeuten, da die Mehrzahl sowohl der Juden als auch der Deutschen ihr Leben als Leibeigene des Adels fristen mussten. Das Ghetto ist tatsächlich eine jüdische Erfindung und beruht auf dem Begriff "geht" (Absonderung) aus dem Talmud. Nahum Goldmann, 1938 bis 1977 Leiter des "jüdischen Weltkongress" stellte fest, es sei "zu unterstreichen, dass das Ghetto historisch gesehen eine jüdische Erfindung ist. 

Es ist falsch zu behaupten, dass die Gojim (verächtlicher Ausdruck für Nichtjuden, an dieser Stelle wird der Vortrag von Prof. Dr. Walter Veith auf unserem Kanal empfohlen: ...) die Juden gezwungen haben, sich von der übrigen Gesellschaft zu trennen."

Mitglieder der mosaischen Gemeinde, die über wenig Geld verfügten, wurden von ihren Rabbinern meist schlimmer unterdrückt als von ihrer Regierung - selbst wenn diese antisemitisch war. Die Assimilationstendenzen des aufgeschlossenen Hebräertums wurden von der Priesterklasse mit allen Mitteln unterdrückt. Die rabbinischen Gerichte waren autorisiert, den integrationswilligen Ausreißern, jede Art von Strafen aufzulegen - vom Auspeitschen über die Verhaftung bis zur Ermordung. Man durfte nicht mal ein Glas Wasser in der Wohnung eines unreinen Nichtjuden trinken, so hart stellten sich die Isolationsgesetze der Rabbiner dar. Die freiwillige Abgrenzung schürte natürlich Misstrauen bei den Christen, die sich mit antijüdischen Gesetzen revanchierten. Vor allem in Frankfurt, das weit intoleranter war als andere Teile Deutschlands, was allerdings auch damit zusammenhing, dass ihre jüdische Gemeinde sehr radikal war. Mayer Amschels Vorfahren waren Teil dieser diktatorischen Rabbinerklasse, die sich ausschließlich mit okkulter Mystik beschäftigte: Rabbi Menachem Mendel Rothschild, Leiter der Frankfurter Synagoge und Solomon Rothschild, der Chefrabbi Würzburgs.

Eine Ausnahme machten diese Rabbis bei nichtjüdischen Königen und machtvollen Magnaten. Die jüdischen Geldwechsler wurden darauf hingewiesen, den Kontakt zum Adel zu suchen und ihm zu gehorchen. Sie wurden gleichzeitig von ihm geschützt, denn die Fürsten brauchten Kredite, um ihre privaten Extravaganzen zu bezahlen. Sie stellten sogenannte Hofjuden in ihren Dienst., die sich mit dem Wert und Gegenwert der hunderten, sich im Umlauf befindenden Münzsorten der 235 Fürstentümer und 51 Reichsstädte auskannten. Sie sollten sich um ihre Finanzgeschäfte kümmern. 


Nachdem Mayer Amschel Rothschild auf einer Rabbinatschule in Fürth die Kabbala studiert und danach eine Ausbildung im Bankhaus Oppenheim in Hannover absolviert hatte, wurde er zu einem Hofjuden des Fürsten Wilhelm IX. von Hessen-Kassel gemacht. Wilhelm IX. war der führende Geldverleiher Europas mit einem Vermögen von 30 bis 40 Millionen Gulden. Die Vorfahren Wilhelms waren durch den Verkauf von hessischen Söldnern, zumeist armen Bauernsöhnen, an zahlungswillige Staaten reich geworden. Wilhelms Cousin König George III. von England, setzte die hessischen Soldaten zum Kampf gegen die rebellierenden amerikanischen Kolonien ein. Jeder gefallene Soldat brachte Wilhelm eine Sonderprämie ein. Ab dem Jahr 1800 wurde Mayer Amschel mit Wilhelms ausländischen Staatsanleihen betraut. Er wurde bald zu Wilhelms wichtigstem Vertrauensmann, wenn es um internationale Geldgeschäfte ging. Als es im August 1806 wieder zum Krieg zwischen Preußen und Frankreich kam, musste Wilhelm aus seinem Schloss Wilhelmshöhe in Kassel seinen Verwandten nach Dänemark flüchten. 

Napoleon, dessen Truppen in Richtung Kassel vorrückten, hatte den Befehl gegeben, Wilhelm zu verhaften, da er zwanzigtausend hessische Soldaten an die Preußen verkauft hatte. Einen großen Teil seines Vermögens vertraute er Mayer Amschel Rothschild zur Verwaltung an.

Ab 1799 wurden Mayer Amschels fünf Söhne Amschel Mayer, Nathan, James (Jakob), Salomon und Carl in den wichtigsten Finanzzentren Europas verteilt. Amschel Mayer blieb in Frankfurt und übernahm die Leitung des Bankhauses M. A. Rothschild & Söhne; Nathan, der intelligenteste und talentierteste der Brüder, wurde 1799 nach England geschickt. 1808 gründete er die Bank N. M. Rothschild & Sons in London; James ging 1812 nach Paris und etablierte dort Rothschild Frères als eine der wichtigsten Bankadressen des Landes; Salomon eröffnete 1821 eine Bank in Wien; Carl Rothschild ging im selben Jahr nach Neapel und gründete dort die fünfte Rothschild-Bank.



Das Vermögen Wilhelms und die Erträge der Napoleonischen Kriege von 1792 bis 1815 stellten die Grundlage des unglaublichen Vermögens dar, das die Rothschilds im neunzehnten Jahrhundert anhäuften. Ihr Erfolgsrezept waren Börsenspekulationen und Schmuggelgeschäfte. Napoleon hatte durch seine Seeblockade 1806 den Handel Großbritanniens mit dem europäischen Kontinent unterbunden. Britische Waren wurden in den von Frankreich besetzten Gebieten beschlagnahmt. Das verschaffte den Rothschilds große Vorteile. Nathan hatte sich in Manchester als Händler für Textilien, Gewürze, Kurzwaren etabliert, während die meisten Häfen des europäischen Festlands durch Napoleons Befehl für englische Schiffe gesperrt wurden. Dadurch schossen die Preise von Importgütern aus England auf dem Festland in schwindelerregende Höhen. Gleichzeitig führte der Krieg, so wie es Kriege immer tun, zur Verknappung der industriellen Produktion. 

Das Angebot verringerte sich, die Nachfrage stieg. Nathan betätigte sich als Blockadebrecher, dem es gelang, seine Waren über den Ärmelkanal zu schmuggeln und zu einem vielfachen des normalen Marktpreises zu verkaufen. Dass die Rothschilds den Schmuggel durch hohes Risiko, strengste Geheimhaltung und gezielte Bestechungen erfolgreich gestalten konnten, ist die offizielle Version der Geschichte. Viel näher liegt jedoch, dass sie mit Napoleon unter einer Decke steckten. Obwohl die französischen Behörden wussten, dass sie die engsten Verbündeten von Napoleons Erzfeind Wilhelm verkörperten und sie laut der Familienbiografie von Derek Wilson ununterbrochen überwachten, schien ihnen der Transport der Güter über alle militärisch geschützten Ländergrenzen hinweg kaum ernsthafte Probleme zu bereiten. 

Auch als Napoleon 1810 Heerscharen von Polizei und Militär nach Frankfurt schickte, wo die Schmuggelware der Rothschilds gelagert wurde, um alle Händler, die verbotene Güter verkauften, aufzuspüren und ein Exempel zu statuieren, musste die Familie lediglich ein wohlwollendes Bußgeld von etwa 20.000 Franc bezahlen. Eine Lappalie im Vergleich zu ihren enormen Gewinnen.


Als Napoleon aus seinem Exil zurückgekehrt war, blieb ihm nichts anders übrig, als bei James Rothschild, der sich inzwischen mit seiner Bank Rothschild Frères in Frankreich niedergelassen hatte, eine Anleihe von fünf Millionen Pfund aufzunehmen, um zu einem letzten Schlag gegen die englische Militärmacht, die ebenso von Rothschilds finanziert worden war, auszuholen. Hier sollten die Rothschilds ihren größten Coup landen, der sie innerhalb von wenigen Stunden vom Status "reich" zum Superlativ "am reichsten" katapultieren sollte. 


Nachdem der englische General Wellington Napoleons Armee bei der Schlacht von Waterloo besiegt hatte, machte sich der Rothschild-Agent Rothworth auf den Weg nach London, um Nathan von dem Sieg der Engländer zu berichten. Zur damaligen Zeit hatten die Rothschilds ein hocheffizientes Kuriersystem über ganz Europa aufgebaut. In einer Zeit ohne Telefon, Fernsehen und Internet konnte es mehrere Tage dauern, bis Nachrichten vom europäischen Festland England erreichten. Die Kuriere und Agenten der Rothschilds waren schneller als die Kuriere der englischen Regierung, wodurch Nathan in der City of London als allererstes von Napoleons Niederlage erfuhr. 

Nathan eilte zur Börse, wo er wie jeden Tag seinen Platz einnahm. Da es innerhalb der Londoner Börse ein offenes Geheimnis war, dass Rothschild immer alles zuerst wusste, erwartete man seine Kaufentscheidungen. Nathan wusste, dass alle Börsenhändler sich nach ihm richten würden. Er tat deshalb so, als habe Napoleon die Schlacht gewonnen. Mit gesenktem Kopf verkaufte er seine englischen Staatsanleihen. Ein klares Signal für eine Niederlage Wellingtons, das sich wie ein Lauffeuer über die Börse verbreitete. Bei einem Sieg Frankreichs wären alle englischen Staatspapiere wertlos geworden. Deshalb verkauften die Aktienhändler ihre Papiere, bevor es zu spät war. Nachein paar Stunden war der Wert der Papiere um 95 Prozent gefallen. Nun kauften ein Dutzend Rothschild-Agenten die Papiere für einen Bruchteil ihres Normalwerts auf. Kurze Zeit später verbreitete sich die Nachricht des englischen Sieges bei Waterloo in ganz London, und die Aktien, die Nathan gerade fast geschenkt bekommen hatte, schossen in unermessliche Höhen. 



Die Schätzungen variieren, doch man kann annehmen, dass sich das Kapital der Familie nach diesem Börsencoup mehr als vertausendfacht hatte und Nathan die Kontrolle über die Bank of England, die Zentralbank des englischen Weltreichs, erlangte. Die rolle Napoleons für den beispiellosen Erfolg der Rothschilds, kann man als "zu nützlich, um Zufall zu sein" verbuchen. Erst durch ihn, der sich öffentlich als großer Feind der Rothschilds gebärdete, bekam die Familie das Geld von Wilhelm IX., konnte hochprofitablen Schmuggel betreiben und die wichtigste Finanzinstitution Englands zu Schleuderpreisen erwerben. 

Die fünf Brüder mussten nie wieder in die Judengasse zurückkehren. Sie wurden zu den inoffiziellen Zentralbankiers der Länder, die sie bewohnten. Das Gesamtvermögen der Familie wurde 1820 auf sieben Milliarden Dollar geschätzt. Eine Summe so unvorstellbar hoch, dass sie am damaligen Weltsozialprodukt kratzte, so hoch, dass man sie mit keinem Privatvermögen der heutigen Zeit nur annähernd vergleichen kann. Andere behaupteten, es seine nach Waterloo nicht mehr als hundert Millionen Dollar gewesen, womit sie ebenfalls die reichsten Menschen der Welt gewesen wären. Fakt ist: Dieses Geld wurde in neue Staatsanleihen investiert, deren Zinsen die Rothschilds spätestens Mitte des neunzehnten Jahrhunderts zu Multi-Milliardären und alle Regierungen Europas von ihnen abhängig machten.

Man konnte es sich bald leisten, über die Großen und Mächtigen dieser Welt zu lachen, die beider Frage nach neuen Anleihen vor ihnen, den Herren über Krieg und Frieden, niederknieten.

Im nächsten Artikel über die Rothschilds werden Sie ausführlich über die Herkunft der Rothschilds lesen können. Also bleiben Sie bei Freiheit durch Wissen. 

"Wer die Gegenwart begreifen will, muss die Geschichte, die ihr vorausgegangen ist, kennen"!

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