Freitag, 17. Januar 2014

ARD: Der Zynismus des Tagesschau-Chefs

Russische Terroropfer - ein „krampfhaftes B-Thema“

Wir haben uns 2013 wie versprochen auf die Analyse der Konzern- und Staatsmedien-Lügen konzentriert und werden das 2014 fortsetzen. Es ist Kanalarbeit, doch dringend notwendig - wie wir 2013 sahen. Die politisch-ideologische Ausrichtung und Gleichschaltung der privaten und der (zwangsläufig bürgerfinanzierten) Partei- und Regierungsmedien hat im letzten Jahr einen nicht für möglich gehaltenen Höhepunkt erreicht. Allein die einseitige mediale Unterstützung des Krieges der NATO und ihrer islamistischen Todesschwadronen gegen Syrien, die unerträgliche Unterwerfung der Merkel-Friedrich-Pofalla-Gang unter die USA-NSA anstelle einer Verteidigung der Interessen der Bürger sprachen Bände. Ein scheinbar masochistisches Volk hat genau diese Leute wiedergewählt. Die entscheidende Portion Schuld daran tragen die Mainstream-Medien von ARD über SPIEGEL, Focus, Taz bis ZDF, die den Vorwurf der Gleichschaltung nach 2013 nicht mehr abstreiten können: Wer einem schwerkriminellen Wirtschaftsverbrecher und Steuerhinterzieher nicht so nennt, sondern ihm die Füße küsst und gehorsam im Chor die Phrasen des Imperiums herbetet, hat seine System-Abhängigkeit bewiesen.

Keine Gleichschaltung? Die deutschen Einheitsmedien in nur 24 Stunden am 21./22. 12. 2013.




A-und B-Tote

Seine tendenziöse Stimmungsmache stellte der NATO-Sender ARD mit einem traurigen Beispiel zum Jahresende noch einmal nachdrücklich unter Beweis. Erinnern wir uns zunächst an den Bombenanschlag auf den Marathon von Boston/USA im April mit drei Toten. Darüber verbreitete die ARD mehr als 120 Meldungen. Sie veranstaltete gleich zwei ARD-Brennpunkte zur Primetime am 16. 4. und 19. 4. 2013. In Wolgograd/Russland nun verüben islamistische Terroristen zwei Bombenanschläge und reißen dreißig Unschuldige in den Tod. Das Ereignis ist die ARD ganze 13 (dreizehn) Einzelmeldungen wert. Für die russischen Terroropfer gibt es genau KEINEN ARD-Brennpunkt. Augenscheinlich sind sie nicht so wichtig wie ein Sturm an der Nordsee. Stattdessen liefert die ARD das ganze Jahr kontinuierliche Hetze gegen Russland. Wenn ihnen gar nichts mehr einfällt, dann „Putins Prunksucht in Wladiwostok“. Schließlich gipfelt die "Berichterstattung" der ARD über die Terroranschläge von Wolgograd in einem gehässigen Der Terror ist hausgemacht. Und der Neid darf freilich nicht fehlen. „Doch statt dem Terror den Nährboden zu entziehen, pumpt der Kreml Milliarden in die Winterspiele in Sotschi.“ Wäre es der ARD lieber wenn Russland dem Terrorismus wie Bush und Obama "den Nährboden entzieht" indem es Krieg in Afghanistan oder dem Irak führte? „Putin“ – mit dieser Reduktion soll Diktatur oktroyiert werden – steckt klugerweise Geld in die Entwicklung der Wirtschaft und erobert nicht für Konzerne fremde Länder wie Irak, Afghanistan oder Libyen. Doch Hintergründe und Objektivität sind nicht die Sache des „staatlichen Pay-TV.“

Zynismus pur 

Dem Sendeauftrag gemäß überschlägt sich die ARD aber wenn sie (am Tag des Bombenanschlages von Wolgograd!) lieber null Informationen über den Ski-Unfall eines steuerflüchtigen Rennfahrers rund um die Uhr zu einem Donnerschlag aufbläst. Der Tagesschau-tagesthemen-EinsExtra-Chef Gniffke versucht sich zu rechtfertigen:

„Sicher werden nicht alle Zuschauer die Begeisterung für den einstigen Champion teilen, aber Millionen von Menschen nehmen Anteil an seinem Schicksal und möchten wissen, wie es ihm geht. Deshalb wäre es töricht von uns, wenn wir in diesen eher nachrichtenschwachen Tagen unsere Sendungen krampfhaft mit sogenannten B-Themen füllen würden.“Ein eingeschlagener Kopf hat Priorität vor russischen Terroropfern. Gossenjournaille.

Warum? 

So oft werden wir nach dem Motiv der Leute in den Medien für ihre Lügen und Einseitigkeit gefragt; das könne doch nicht wahr sein. Machen die das wissentlich? Natürlich. Werden die dazu verdonnert? Darauf gibt es viele Antworten. Alle Leute die ich in den Medien kenne, wollen zu allererst ihren Job nicht verlieren, in einer Zeit da Geld immer knapper und Personal abgebaut wird. Auch die sehen die alternativen Informationen im Internet, bei russischen oder lateinamerikanischen Sendern. Doch sie wollen die Infos aus Selbstschutz nicht wahrhaben. Sie blenden die Realität aus und berufen sich selbstverleugnend auf eine Art Befehlsnotstand: „Man kann nichts machen, die da oben geben die Marschrichtung vor.“ Da lüge ich eben mit der Meute. Wer das Nest beschmutzt und/oder unliebsame wahre Berichte bringt wird ausgegrenzt: Christoph Hörstel, Ken Jebsen, ZDF-Wetterfrosch Thüne. Und es werden immer mehr.

Wo bleiben die Kritiker? 


Kritiker in den Medien werden beruflich und finanziell mundtot gemacht. Die Kritiken werden einfach gelöscht. Wie wir an dem oben erwähnten Bericht über „‘Putins‘ Prunksucht“ sehen. Wer den Propaganda-Beitrag heute aufruft, findet dort keine Kommentare mehr. Sie wurden beseitigt. "Hinter der Fichte" hat sie archiviert. 90% (!) der Kommentare kritisieren die tendenziöse ARD und erinnern an eigene „Prunkbauten“ wie Elb-Philharmonie, Stuttgart 21 und Berliner Fluchhafen… Tenor:


Die in den Medien gezeigte Welt hat kaum noch etwas mit der Realität zu tun. Die Verantwortung für diese allgegenwärtige Demagogie tragen allein die Täter in den Sendern und Redaktionen - niemand sonst. Selbst im Polizei-Staat USA wagen es Journalisten den Mund aufzumachen. In Deutschland herrscht Untertanentum und Arschkriecherei. 

Auch wenn ARD/ZDF es natürlich nicht melden, Wissen und Wille der eigenständig denkenden Massen widersetzen sich erfolgreich der Propaganda des herrschenden Militär-Geheimdienst-Industrie-Finanz-Komplexes. Und wir werden immer mehr. Wahlergebnisse zugunsten eines bunt-strammen Hosenanzuges sind kein demokratischer sondern ein demografischer Fehler: Dass die Einheitspartei aus CDU und SPD Wahlen gewinnt und sich der imperialistischen NATO und EU rektal anbiedert, ist nicht des Volkes Schuld, es ist die Schuld der die Bevölkerung zu großen Teilen dumm haltenden Konzern- und Staatsmedien.

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