Sonntag, 27. Oktober 2013

Bilderberger - Eine selbsternannte Elite

Unser Schicksal in ihrer Hand

Die Bilderberger belegen wie kaum eine andere Gruppierung, dass unsere Welt generell von einer sehr kleinen, elitären Gruppe lenkbar ist, wobei das "Elitäre" nicht im Sinne des menschlich Wertvollen und Erlesenen zu verstehen ist, sondern schlichtweg durch die einzigartige, außergewöhnliche Machtposition charakterisiert wird, in der sich diese Handvoll Menschen wähnt. Da dieser enge Kreis, wie nachfolgend immer wieder zeigen wird, bereits weitgehende Kontrolle ausübt und das wirtschaftlich-politische Gefüge formt, bleibt als unmittelbare Folge eine komplette Prägung der gesamten Gesellschaft nicht aus. Und wenn darüber hinaus die Medienlandschaft genau den gleichen Potentaten untersteht, werden natürlich auch die großen Meinungsmacher dies keineswegs unabhängig tun, sondern vielmehr der Macht das Wort reden, um überhaupt existieren zu können und auch weiterhin zu den großen Meinungsmachern zählen zu dürfen. Das war im Grunde noch nie anders. Warum also sollte es dann heute anders sein? Nein, sogar ganz im Gegenteil: Um die Meinungsfreiheit und die Aufrichtigkeit war es nie schlechter bestellt als in unseren Tagen.


Wir müssen uns auch nicht weiter darüber wundern, warum Journalisten und Autoren, die über die Bilderberger oder auch andere hochgeheime Zirkel berichten, von sämtlichen mit dem Strom schwimmenden etablierten Kollegen und Gelehrten mit amüsierter Auguren-Arroganz rundheraus als "Verschwörungstheoretiker" betitelt oder gar pauschal als rechtsorientierte Propagandisten diffamiert werden. An sich sollte dabei jedem aufgeschlossenen Beobachter zumindest ein kleiner Seifensieder aufgehen. Wie kommt es nur, dass ausgerechnet die plausibelsten Szenarien als Verschwörungstheorie abgekanzelt werden? Seltsam. Wäre diese Tatsache nicht schon eine eigene Verschwörungstheorie wert?

Als Verschwörungstheorie reinsten Wassers klassifiziert werden meist auch die Erkenntnisse zu den Zielen der Bilderberger und ihrem weiten körperschaftlichen Umfeld in Form solcher Organisationen wie der Trilateralen Kommission, des Council on Foreign Relations (CFR), der European Roundtable of Industrialists oder auch der Bohemians sowie anderer mehr oder minder geheimer Machtzirkel. Letztlich sind sie alle allein schon durch die personellen Überlappungen eng miteinander verflochten und sollen auch in dieser Artikelreihe wenigstens kurz zur Sprache gebracht werden.



Einmal abgesehen von einer drückenden Zahl an faktischem Material und einer guten Beweislage: Ist es denn rein ideologisch so abwegig, dass eine extrem wohlhabende, extrem kleine Minderheit auch nach extremen, ultimativem Einfluss strebt? Sprich: nach der größtmöglichen Macht über Ressourcen und Märkte, nach der Weltmacht? Ganz sicher nicht. Die Geschichte ist voll der Beispiele, die gründlich belegen, wie sehr einzelne Menschen immer schon nicht allein nach persönlichem Wohlstand und Ansehen, sondern auch nach geradezu ausufernder Macht strebten. Bereits der kleine Aufseher, dem ein Amt übertragen wird, spürt diesen Reiz der Macht über andere. Und manch einer vergisst darüber jede Grenze. Extrembeispiele wie Lyndie England belegen das in grausamster Anschaulichkeit.

Auf jeder Ebene der Gesellschaft zählen Machtkämpfe zum gängigen Bild, und wir können dieses Spiel getrost auch auf die gesamte biologische Welt ausweiten. Ob nun eine Gruppe Seepferdchen, Erdmännchen, Nashörner oder aber Spitzenpolitiker, Machthaber und Bilderberger, sie alle erleben ihre spezifischen Machtkämpfe. Nur dass Tiere im Unterschied zum Menschen keine Artgenossen quälen. Ansonsten läuft es im Grunde stets aufs Gleiche hinaus - nämlich die Rangordnung festzulegen.

haben Sie sich schon einmal die simple Frage gestellt, aus welchem Grunde denn Superreiche, also vom Glück aufs Äußerste begünstigte Menschen, denen es auf Jahr und Tag an nichts mangelt und die wahrhaftig kaum zu befürchten haben, jemals ohne Auskommen zu sein, nun, wieso solche Menschen in die Politik gehen sollten? Etwa aus reinem Altruismus heraus, um Welt und allgemeine Lebensumstände zu verbessern? Solche Persönlichkeiten mag es sicher auch geben, doch scheinen sie leider in der Minderheit zu sein.

Wie auch immer, dort, wo wir mit den Bilderbergern beginnen, fängt für viele die Verschwörungstheorie so richtig an. In der Realität jedoch hört sie genau hier auf.

Verschwörungstheorie! Die Theorie wird bereits an den Universitäten gelehrt, Verschwörungen hingegen stellen die Praxis dar - als andere Seite der schönen, blank geputzten Medaille.

Nicht umsonst schrieb der bereits erwähnte Jim Tucker einmal:

"Einige Leute sagen, dass ich einer Verschwörungstheorie das Wort rede. Das ist nicht wahr. Ich stelle eine Verschwörungstatsache fest."

Schnell vergessen immer wieder auch gut ausgebildete Politologen und Historiker, dass Bildung eine Verbildung leider mit einschließen kann, schneller, als dem Studenten recht wäre, würde er den Vorgang nur bemerken. So werden viele bereits im Zuge ihrer Ausbildung zum Bestandteil eines perfiden Systems, das ausschließlich lehrt, was auch wirklich gelehrt werden darf. Selbst die sogenannten exakten Wissenschaften unterliegen zu einem gewissen Grade dem Fluch des Modellcharakters und starker Fluktuation mit Blick auf ihre faktische Effizienz. Erst recht darf dies von den historischen und politischen Wissenschaften angenommen werden. Solange nicht sämtliche Fakten deklassifiziert auf dem Tisch liegen, gerät eine Darstellung der Zeitgeschichte in vielen Aspekten zur reinen Wahrsagerei.

Zumindest 99,999999 Prozent der Weltbevölkerung sind mit Blick auf die Fakten nicht informiert und daher "unmündig", solange Geheimnisse und Geheimkonferenzen existieren. Das demokratische Prinzip ist  ad absurdum geführt. Wie sinnvoll dieses Prinzip überhaupt ist, dürfte eine persönliche Standpunktfrage sein. Nun muss sich jeder im Laufe seines mehr oder minder ereignisreichen Lebens nicht nur einmal auf andere verlassen. 

Sei es, dass er ein Flugzeug betritt und auf die Künste des Piloten vertraut, sei es, dass er zum Chirurgen geht und sich operieren lässt, sei es, dass er zum Anwalt geht und sich in Rechtsfragen beraten lässt. Sei es - was auch immer.

Kaum wird uns überall alles gesagt werden. Wir erfahren wenig darüber, mit welchen Problemen der Pilot, der Arzt oder der Anwalt im Einzelfall zu kämpfen hat und ob diese Probleme auch Konsequenzen für uns mit sich bringen können. Wir hoffen lediglich ganz undemokratisch darauf, dass der Fachmann das betreffende Problem zu lösen fähig ist und uns auf diese Weise hilft Also legen wir das Schicksal in dessen Hand. Aber wer kann die Verantwortung für die gesamte Welt tragen, wer für die Menschheit? Kann und darf eine elitäre Gruppe durch geheime Absprachen die Welt lenken? Können wir unser Schicksal in die Hände der Bilderberger legen?

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