Dienstag, 17. September 2013

Wie von Sinnen...

... oder: "solange die Musik spielt, muss man tanzen".
Chuck Prince, ehemaliger Chef der mächtigen US-Bank Citigroup

Chuck Prince
Mit diesem kinoreifen Satz wurde die sogenannte "Lehman-Krise" Anfang Juli 2007 eingeleitet. Chuck Prince wollte uns damit sagen: Solange die "große Party" an den Finanzmärkten zelebriert wird, muss man mit dabei sein und "kräftig einen draufmachen", auch wenn man bereits ahnt, dass man mit einem verheerenden Kater aufwachen und die gravierenden Exzesse der vergangenen Nacht bitter bereuen wird. 

Die Folgen der Lehman-Krise sind uns mittlerweile hinlänglich bekannt.


Wie gesagt - dieses Zitat stammt aus dem Jahr 2007. Heute schreiben wir das Jahr 2013. Seit der Investmentmesse 2010 wissen wir, dass "die Party" schon wieder in vollem Gange ist und der Markt mit mittlerweile abstrusen Mengen an Geld überflutet wird. Die Finanzbranche hat aus der sogenannten Lehman-Krise nichts, aber auch gar nichts gelernt. Auf der Messe wurde der gemeine Anleger nur so von Zertifikaten, Anleihen sowie den abwegigsten Fondsprodukten überflutet, als ob es niemals eine Krise gegeben hätte.

Bald werden Sie erkennen, dass die Finanzkrise keinesfalls wie ein "Tsunami" - plötzlich und völlig überraschend - über uns hereinbrach, sondern sich über mehrere Jahre angekündigt hat. Ökonomen, die vor dieser gigantischen Blase gewarnt hatten, wurden zumeist ignoriert und teilweise sogar ausgelacht. Leider ist dies heute wieder der Fall. Gegenwärtig werden Wirtschaftsexperten, die schlicht und einfach die Wahrheit sagen, wieder als Miesmacher und Schwarzseher tituliert.

Der Mensch ist ein sehr kluges Wesen. Er hat es geschafft, sich über jegliches Leben der Erde zu stellen. Eines kann er jedoch nicht überlisten - die Mathematik. Eher früher als später wird uns diese Erkenntnis einholen. Denn 1 plus 1 ist immer 2 und niemals 3, auch wenn man es noch so oft behauptet.

"Die Macht des Geldes beutet eine Nation in Friedenszeiten aus und verschwört sich gegen sie in Kriegszeiten. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie und egoistischer als eine Bürokratie."

Abraham Lincoln, ehemaliger US-Präsident





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